Wilhelm Busch Schule Soltau, Georg-Droste-Weg 5, 29614 Soltau
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Schulprogramm

 

Das Schulprogramm ist zurzeit in Überarbeitung.
Gleichwohl bildet die hier veröffentlichte Version das aktuelle Schulprogramm ab.
Die Zahlen, Daten und Fakten entsprechen dem Stand von 2013, u.a. wird seit August 2018 in 13 Jahrgangsklassen gelebt und gelernt. Schulleiter ist seit Februar 2016 Herr Olaf Steiner.

 

 

Stand 2013

 

Informationen zur Schule

Die Wilhelm-Busch-Schule ist im Dezember 2012 vierzig Jahre alt geworden. Sie ist eine von drei Soltauer Grundschulen. Ihr Einzugsgebiet erstreckt sich über alle Straßen südlich der Eisenbahn Bremen-Soltau und westlich der Böhme. Ferner gehören  die Ortschaften Brock, Leitzingen, Marbostel, Meinern, Mittelstendorf und Woltem hinzu.

Zur Zeit besuchen 222 Schüler die Schule. Sie werden aktuell in 11 Klassen/Lerngruppen unterrichtet. Davon sind 45 Prozent männlich, 55 Prozent weiblich und ca. 20 Prozent haben, wie an den anderen Soltauer Grundschulen auch, einen Migrationshintergrund.

 

In der WBS arbeiten

 

Die Schule wird geleitet von

 

Zum Gebäude gehören 12 Klassenräume, eine Bücherei, ein Musikraum, ein Medienraum, ein Lehrerzimmer, ein RIK-Raum, ein Besprechungszimmer, zwei Verwaltungsräume, ein Hausmeisterbüro, eine Schulküche und eine Sporthalle.

Das Herzstück der Schule ist eine zentral im Schulgebäude gelegene Pausenhalle. Auf der dortigen Bühne finden die regelmäßigen Jahreszeitenfeiern und Schulversammlungen statt.

Für die Bewegungsfreude der Schüler hat die Schule einen sehr großen Schulhof mit anliegendem Sportplatz.

 

Leitbild

„ Die Wilhelm-Busch-Schule ist eine Schule für alle Kinder.

Sie ist ein Ort des gemeinsamen Lebens und Lernens.

Jeder Mensch wird hier in seiner Persönlichkeit respektiert und in der Entfaltung seiner Möglichkeiten unterstützt.

Eigene Lernwege werden durch vielfältige Lehr- und Lernformen begleitet. So schaffen wir die Basis für eigenverantwortliches und nachhaltiges Lernen.“

 

Bestandsaufnahme/Profile

Die im folgenden genannten Profile sind der pädagogische Kern unserer Schule. Seit dem Schuljahr 2008 haben wir als einzige Schule in Soltau eine flexible Eingangsstufe. Integration und Inklusion sind schon lange für uns selbstverständlich.
1991 richteten wir unsere erste Integrationsklasse für Kinder mit Lernbehinderungen ein.
Für die Konfliktlotsenausbildung und das Sozialtraining unserer Schüler wurden wir landesweit ausgezeichnet.
Seit drei Jahren findet bei uns zweimal jährlich ein sogenanntes Methodentraining statt. Hier lernen die Schüler vielfältige Lern- und Arbeitstechniken kennen. Sie erweitern so ihre Kompetenzen und lernen das Lernen.

Verbunden mit einem soliden Fachunterricht bereiten wir die Schüler dadurch bestmöglich auf die weiterführenden Schulen vor.

Unser Schulleben ist durch die vier großen Jahreszeitenfeiern, den Chor, die Schülermusicals, die Büchertage, und vieles mehr von einer sehr bunten Vielfalt geprägt.

Selbstverständlich ist uns eine gute Kommunikation in der Elternarbeit.

Durch unsere Kooperationen mit den Kindertagesstätten, Schulen, dem Förderverein, der Polizei, den Landfrauen, usw. öffnen wir die Wilhelm-Busch-Schule in viele Richtungen.

Die „Verlässliche Grundschule“ gewährleistet eine Betreuung der Kinder von 7.20 bis 12.20 Uhr.

 

Flexible Eingangsstufe

Seit dem Jahr 2008 werden in den Jahrgangsstufen 1 und 2 möglichst zu gleichen Teilen altersgemischte Lerngruppen gebildet. Die Schulanfänger treffen zu Beginn ihrer Schulzeit auf „erfahrene“ Zweitklässler. Durch die bereits bestehende Gemeinschaft gelingt den Jüngeren der Schulbeginn wesentlich besser. Die Schüler bleiben in der Regel zwei Jahre in der Lerngruppe, haben allerdings auch die Möglichkeit einer ein- oder dreijährigen Verweildauer. Der Unterricht ist  an den jeweiligen Lernstand der Kinder angepasst. Schwächere Kinder erfahren durch den Lehrer, aber auch durch ältere Schüler, die nötige Unterstützung. Stärkere Kinder üben das Unterstützen anderer Kinder, was gleichzeitig auch der Festigung des eigenen Lernerfolges dient. Auf diesem Weg wird wechselseitig effektiv gelernt.

 

Inklusion

Im August 1991 wurde die erste Integrationsklasse des Landkreises Soltau-Fallingbostel an der Wilhelm-Busch-Schule eingerichtet.

Das bedeutete für Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf in den Bereichen „Lernen“ ,“Geistige Entwicklung“, „Sprache“ und „Emotional-Soziale Entwicklung“, dass sie in einer Regelklasse beschult werden konnten.

Zunächst startete die Integration als Schulprojekt über zwei Jahre. Danach wurde sie zur Normalität an unserer Schule.

Pro Jahrgang wurde, wenn Bedarf bestand, jeweils eine Integrationsklasse angeboten. Die Klassen wurden von der Grundschul- und Förderschullehrkraft gemeinsam unterrichtet. Dabei richtete sich der Umfang der Doppelbesetzung  nach der Anzahl der Kinder mit  sonderpädagogischem Förderbedarf.

Im August 2007 wurde das Regionale Integrationskonzept (kurz RIK geannt) eingeführt.  Schüler, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf in den Bereichen „Lernen“, „Sprache“ oder „Emotionale und Soziale Entwicklung“ haben, werden in der Regel nicht mehr in einer Förderschule, sondern vor Ort in ihrer Grundschule inklusiv von Grund- und Förderschullehrkräften beschult.

Prinzip der Arbeit im Regionalen Integrationskonzept (RIK)

Bei der Umsetzung der Arbeit im  RIK ergeben sich folgende Schwerpunkte:

Kinder mit festgestelltem Förderbedarf in den o.a. Bereichen sollen in ihrer jeweiligen Klasse durch den Einsatz von Förderschullehrkräften in möglichst vielen Stunden in Doppelbesetzung mit der Grundschullehrkraft beschult werden.

Kinder, die in den o.a. Bereichen präventiv unterstützt werden, sollen möglichst im gemeinsamen Unterricht gefördert werden.

Beratungsgespräche mit Eltern und Lehrkräften der betroffenen  Schüler finden nach Absprache und in regelmäßigen Abständen statt.

Weitere Aufgabenbereiche der Förderschullehrkräfte sind die diagnostische Arbeit und Herstellung von Kontakten zu außerschulischen Beratungs- und Unterstützungsinstitutionen.

 

Konfliktlotsenausbildung

Seit mehr als zehn Jahren bilden wir an unserer Schule Schüler im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft zu Konfliktlotsen aus. Sie tragen mit ihrer Arbeit zu einem positiven Schulklima bei.

Konflikte und Auseinandersetzungen sind normal und gehören zu unserem Leben, sie bieten die Chance für Wachstum und Veränderung.

Entscheidend ist dabei jedoch, wie wir mit ihnen umgehen.

Die Streitschlichtung  ist ein Verfahren zur gewaltfreien Konfliktlösung zwischen Schülern mit dem Ziel eine Lösung zu finden, die für alle Streitbeteiligten tragbar ist; die unparteiischen Konfliktlotsen geben keine Lösungsmöglichkeiten vor, sondern unterstützen die Streitparteien dabei, selber eine Lösung für ihren Konflikt zu finden.

Das Besondere der Konfliktlotsen der Wilhelm-Busch-Schule:

Unsere Konfliktlotsen übernehmen innerhalb ihrer Amtszeit zwei Patenschaften:

Im ersten Halbjahr ist jeweils ein Konfliktlotse Pate einer Lerngruppe. Er nimmt am Sozialtraining teil, leitet dort Spiele an und ist direkter Ansprechpartner für unsere „Junioren“.

Gegen Ende des zweiten Halbjahres sind sie für unsere neuen Konfliktlotsen da:

Die amtierenden Konfliktlotsen zeigen den neuen, wie eine Streitschlichtung im echten Schulleben abläuft und unterstützen sie bei ihren ersten Schlichtungsgesprächen.

 

Methodentraining

Zweimal jährlich findet an der Wilhelm-Busch-Schule ein  Methodentraining statt. Die Schüler trainieren Lerntechniken, kooperatives Lernen und Kommunikationsfähigkeiten.

Beispielhaft als Methoden seien hier das Gestalten von Mind-Maps und Lernplakaten, das Gruppenlesen, Feedbacktechniken, sowie das eigenständige Präsentieren von Unterrichtsinhalten vor der ganzen Klasse genannt.

Diese Kompetenzen werden anschließend von allen Kollegen im Fachunterricht weiter geübt und konsequent angewendet.

Ziel ist ein eigenverantwortlicher Schüler, der über das Handwerkszeug für selbstständiges Lernen verfügt.

Gleichzeitig erhöht ein größeres Methodenrepertoire von Lehrern und Schülern die Unterrichtsqualität sowie die Lernmotivation.

 

Verlässliche Grundschule

Unsere Schule ist eine „Verlässliche Grundschule“. Wir bieten  bei Bedarf vor bzw. nach dem Unterricht von 7.50 – 8.35 und 11.35 – 12.20 Uhr für die Lerngruppen eine Betreuung an. In den dritten und vierten Klassen deckt der Stundenplan diesen Zeitraum komplett ab.

In der Betreuungsstunde soll der Schultag entspannt ausklingen oder beginnen, bei gutem Wetter vorzugsweise mit Spielen auf dem Schulhof.

Im Klassenraum können die Kinder malen, basteln oder unterschiedliche  Spielmaterialien nutzen.

Die Anmeldung zur Betreuung ist für ein halbes Jahr verbindlich. Individuelle Absprachen (z. B. die Teilnahme an einzelnen Tagen) sind jederzeit möglich.

 

Beratung

Als Bestandteil des Unterrichts- und Erziehungsauftrages der Schule ist Beratung von Schülern und Erziehungsberechtigten eine selbstverständliche Aufgabe für jede Lehrkraft. Die Beratung  bezieht sich auf alle Fragen und Probleme von Schülern und Erziehungsberechtigten, die sich aus dem Schulbesuch ergeben.

Zusätzlich gibt es an der Wilhelm-Busch-Schule das Angebot des Beratungslehrers. Nach Abschluss einer entsprechenden Zusatzausbildung steht Herr Langholf  seit 2005 unterstützend, begleitend und informierend bei der Lösung von schulischen Problemen zur Verfügung. Schüler, Eltern und Lehrkräfte können sich an ihn wenden.

Schwerpunkt der Arbeit ist die Einzelfallhilfe bei besonderen Verhaltens- und Lernproblemen. In enger Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und Lehrkräften werden Lösungswege und Handlungsmöglichkeiten entwickelt und praktiziert, um gewünschte Veränderungen zu erreichen.

 

Kunst und Kultur/Schulleben

Zum festen Bestandteil unseres Schullebens gehören die jahreszeitlichen Feiern, die jeweils am letzten Schultag vor den Ferien stattfinden. In einem vielfältigen Programm aus Liedern, Gedichten, Tänzen und Theaterszenen stellen Schülerinnen und Schüler vor, was sie in den letzen Wochen im Unterricht oder in Arbeitsgemeinschaften erarbeitet haben.

Seit mehreren Jahren führen die Musical – AG  und der Schulchor  gemeinsam einmal jährlich im Sommer ein Musical auf.

Unsere Tanz-AG ergänzt dieses Angebot. Sie ist bereits einige Male für Auftritte außerhalb der Schule engagiert worden.

Alle zwei Jahre veranstaltet die Schule einen „Büchertag“.

Neben Aktionen zum Thema „Lesen und Bücher“, die in allen Klassen angeboten werden, finden eine Bücherbörse, Lesewettbewerbe und Dichterlesungen statt.

Der Chor will vielen Kindern Freude am Singen vermitteln und sie für Musik begeistern. Jeder, der singen möchte, ist herzlich willkommen.

Es gibt einen Juniorchor für die Lerngruppen und einen großen Chor für die 3./4. Klasse.

Unser Motto: Singen ist stark – Singen macht stark!

 

Projekte

Zusätzlich zum Unterricht finden an unserer Schule regelmäßige Projekte statt.

 

Brückenjahr

Auf vielen Ebenen kooperieren wir mit den Kindertagesstätten unseres Einzugsbereiches.

 

Kooperationspartner

Unsere Projekte erfahren vielseitige Unterstützung durch kompetente Partner:

Polizei, Landfrauen, Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz, Lesementoren, Lebenshilfe, Hausaufgabenhilfe, Behindertenwerkstatt Minerva und die Soltauer Bibliothek Waldmühle begleiten uns mit ihren Kompetenzen auf unterschiedliche Art und Weise.

 

Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig.

Folgendermaßen werden die Eltern informiert und können mitarbeiten:

 

Entwicklungsschwerpunkte

„Schulentwicklung ist eine Reise“ / Michael Fullan

Gemäß diese Zitates sind wir eine lebendige Schule, die auf dem Weg ist und sich ständig neue Ziele setzt.

In fünf Bereichen möchten wir uns speziell weiter entwickeln.

Hierzu existieren Arbeitsgruppen, die diese Entwicklungsschwerpunkte steuern:

 

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen fließen in die tägliche Arbeit ein und verbessern nachhaltig die Schulentwicklung der Wilhelm-Busch-Schule.

Den gesamten Entwicklungsprozess koordiniert übergeordnet die Steuergruppe „Schulprogramm“ zu der die Schulleitung und drei Kollegen gehören.

Die Schulleitung entwickelt parallel ein Konzept zur Personalentwicklung. In diesem Zusammenhang werden jährliche Mitarbeitergespräche geführt und der Unterricht der Kollegen besucht und Fortbildungsmöglichkeiten des Kollegiums angeboten.

Alle Entwicklungsfelder werden in einer einheitlichen Projektvorlage dokumentiert. In dieser Vorlage finden sich

Zielsetzungen, Handlungsfelder und Evaluation des jeweiligen Entwicklungsfeldes wieder. Die genannten Entwicklungsschwerpunkte erfahren so eine kontinuierliche Aktualisierung und Veränderung.

Die konkreten Projektvorlagen der fünf genannten Bereiche sind Bestandteil des Schulprogramms.

 

Evaluation

Zwei umfassende Evaluationen wurden bereits an der Wilhelm-Busch-Schule durchgeführt. Resultierend daraus und aus dem Ergebnis der niedersächsischen Schulinspektion entstanden die oben genannten Arbeitsgruppen.

Die Steuergruppe „Schulprogramm“ wird im Jahr 2013 einen konkreten Evaluationsfahrplan für die kommenden Jahre aufstellen.

Ergänzend wird das Schulprogramm jährlich in den Gesamtkonferenzen bearbeitet und aktualisiert.

 

Vorschlag Schulvorstand vom:               23. Mai 2013

Beschluss der Gesamtkonferenz am:   03. Juni 2013